P-Seminar pflanzt 875 Bäume im Klosterwald

Fünfzehn Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des P-Seminars „Wald- und Forstwirtschaft“ einen großen Beitrag für die Umwelt, die Landschaftspflege und nachfolgende Generationen geleistet. Die engagierten Oberstufenschüler pflanzten am Montag in der Karwoche, also am 1. Tag der Osterferien(!) in 8-stündiger Arbeit knapp 900 Bäume im Klosterwald in der Nähe von Reifertsweiler. Die tüchtigen „Jungforstwirte“ erfuhren dabei natürlich kräftige fachmännische Anleitung.

 

Das P-Seminar unter der Leitung von Herrn Grötzinger profitierte schon während der gesamten Seminarzeit von der kompetenten Unterstützung durch den Förster Bernhard Rothermel vom Amt für Ernährung, Land-wirtschaft und Forsten in Krumbach. Bereits im Vorfeld der Pflanzaktion musste geplant und organisiert werden. Hierzu wurden die Seminarteilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt, die unter-schiedliche Arbeitsaufträge für die Pflanzaktion in den Osterferien zu erfüllen hatten. So lautete die Kernfrage: Welche Baumarten eignen sich überhaupt für das Areal, in dem bereits ein Baumbestand vorhanden ist? Dies zu ermitteln war Aufgabe von zwei Gruppen.

Gruppe A sollte die abiotischen Faktoren in dem Gelände erfassen. Dazu entnahmen fünf Schüler Bodenproben und werteten diese aus. Zudem informierten sie sich über die mittleren Niederschlagsmengen und die Durchschnittstemperatur in dem Areal. Auch die Lichtverhältnisse für den „Vorbau“ (so nennt man die Pflanzung unter einem bereits bestehenden Baumbestand) mussten bedacht werden.

Die Gruppe B ermittelte die Standortansprüche zu 15 vorgeschlagenen Baumarten. Einfach gesagt ist darunter zu verstehen: Bei welchen Bedingungen haben diese Baumarten ihre „Wohlfühlzone“? Die Ergebnisse der beiden Gruppen wurden miteinander abgeglichen. Dabei erwiesen sich die Rotbuche und die Weißtanne als am besten geeignet.

 

Die Gruppe C befasste sich mit den Grundlagen der Fördervoraussetzungen sowie mit der Kalkulation der Kosten, füllte den Zuschussantrag für 725 Rotbuchen und  150 Weißtannen (inklusive Schutzhüllen gegen Wildverbiss) aus und reichte diesen bei der Forstbetriebsgemeinschaft Günzburg-Krumbach e.V. ein, die den Wald im Auftrag des Klosters bewirtschaftet. Die Rotbuchen wurden durch Einzäunung (Flächenschutz) vor Wildverbiss geschützt. Diese Arbeit übernahm Martin Jedelhauser von der Forstbetriebsgemeinschaft, der uns ebenso wie Kay Reiff dankenswerterweise bei der Pflanzaktion unterstützte.

 

Die Gruppe D schließlich nahm sich der Publizierung der gesamten Aktion an.

Die lange und intensive Vorbereitung mündete in die oben beschriebene Pflanzaktion in den Osterferien. Trotz der eher ungewohnten körperlichen Anstrengung empfanden die Schüler und Schülerinnen die Pflanzarbeit als eine Abwechslung zum Schulalltag und erfuhren, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch umsetzen lassen. Auch das Wetter meint es gut mit der Anpflanzung der „Jungforstwirte“. Die hohe Niederschlagsmenge in diesem Frühjahr hat dafür gesorgt, dass die Pflanzen sehr gut angewurzelt sind und schon in wenigen Jahren ein junger Wald herangewachsen sein wird.

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