Europäischer Sieg auf ganzer Linie

Erfolgsquote von 100 Prozent am St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen:
Alle eingereichten Schülerarbeiten gewinnen auf Landesebene

Wettenhausen (pm).

„In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne“ – So lautete das Motto des 64. Europäischen Wettbewerbs, zu dessen Partnern und Förderern das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt und die Kultusministerkonferenz zählen. Bayernweit stellten sich mehr als 22.000 Interessierte der Jury – darunter auch der Deutschkurs 12 Q3 des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen mit seiner Lehrerin Annette Dyrnowski-Röschter. Die Abiturientinnen und Abiturienten setzten sich eingehend mit dem kulturellen Erbe Europas, mit der Bedeutung Europas für sie persönlich, aber auch – in Anbetracht des Lutherjahres 2017 – mit der Aktualität der Thesen Martin Luthers auseinander. Fünf themenspezifische Reden von insgesamt 14 jungen Erwachsenen wurden am Ende des Unterrichtsprojekts zum Wettbewerb eingeschickt. Die Freude war nun besonders groß, als die ersten Ergebnisse vorlagen: Alle eingereichten Arbeiten siegten auf Landesebene – eine Erfolgsquote von traumhaften 100 Prozent!

 Im Vordergrund des Europäischen Wettbewerbs stand heuer der Gedanke, dass Traditionen selbst im digitalen Zeitalter nicht an Wert und Kraft verloren haben. Sie beeinflussen unsere europäische Kultur, wenngleich ihre eigentlichen Ursprünge teilweise bereits vergessen worden sind. Auch moderne Traditionen entwickeln sich ständig und sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Halloween, der Eurovision Song Contest und das sogenannte Public Viewing sind hier nur einige Bespiele.

Diese Veränderungen machen eines deutlich: Kultur war und ist immer im Wandel. Sie verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. – Und genau diese Feststellung stand im Fokus des diesjährigen Europäischen Wettbewerbs. Die Schülerinnen und Schüler waren aufgerufen, sich mit dem reichen Kulturangebot Europas auseinanderzusetzen und die kulturelle Vielfalt Europas zu erkunden.

„Unsere angehenden Abiturienten haben in ihrem Alltag schon so einige Reden gehört. Erfahrung mit dem Verfassen eines eigenen, logisch strukturierten und vor allem ansprechenden Vortrages haben aber die wenigsten“, weiß Lehrerin Annette Dyrnowski-Röschter. „Das bayerische Abitur erwartet allerdings unter anderem genau diese Kompetenz. Die Möglichkeit, die konkrete Abiturvorbereitung mit einem Wettbewerb zu verknüpfen, war hier ein wahrer Glücksfall“, so die Deutschpädagogin weiter.

Im Rahmen des Unterrichts verfassten die jungen Erwachsenen also beeindruckende Reden gemäß der Wettbewerbsthematik, die dann auch vor Publikum vorgetragen wurden. Letztendlich reichte man fünf Reden ein, und alle wurden auf Landesebene zu Siegern gekürt. „Das macht mich stolz und glücklich!“, kommentiert Schulleiter Andreas Eberle die Leistung „seiner“ Thomasianer. Mit einem „Besser geht’s nicht!“ gratulierte er allen Gewinnern auf Landesebene. Mit einem „Oder vielleicht doch…?“ wünscht er denen, die in den Bundesentscheid gelangt sind, alles Gute für die nächste Wettbewerbsstufe, denn drei Schülerarbeiten waren so herausragend, dass sie sogar an die Bundesjury weitergeleitet worden sind. Die Ergebnisse stehen hier momentan allerdings noch aus.

 

Die erfolgreichen Redenschreiber des St.-Thomas-Gymnasiums mit Lehrerin Annette Dyrnowski-Röschter (vorne links) und Schulleiter Andreas Eberle (vorne rechts)

Bild: Schule

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