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Kurzportrait:

Das eher kleine (aber feine) St.-Thomas-Gymnasium früherer Jahre, im schwäbischen Barockwinkel zwischen Ulm und Augsburg in ländlich idyllischer Umgebung gelegen, hat sich mittlerweile zu einer Schule mit annähernd 700 Mädchen und Jungen gemausert.
Ein Rundgang durch die Schulanlage macht sehr schnell deutlich, dass die Zeit auch im eher verträumt wirkenden Kammeltal nicht stehen geblieben ist. Ein vor wenigen Jahren fertig gestellter Klassenzimmertrakt, eine brandneue Allwetter­sportanlage, eine gerade im Entstehen begriffene Zweifachturnhalle sowie das fast schon obligate „Internetcafe“ fügen sich mit den Gebäuden aus der Zeit klösterlicher Trägerschaft zu einem harmonischen Ganzen und verleihen der „Thomas Schule“, wie das Gymnasium von den Dominikanerinnen immer noch liebevoll und ein wenig wehmütig genannt wird, seinen besonderen Flair zwischen Tradition und Moderne.
Ein Blick in die Annalen des Klosters macht deutlich, dass die „Ahnentafel“ des St, Thomas Gymnasiums in das Jahr 1866 zurück reicht, als die Dominikanerinnen des Klosters St. Ursula zu Augsburg eine Lehrerbildungsanstalt für Mädchen in Wettenhausen gründeten und lediglich unterbrochen für mehrere Jahre während des NS Regimes bis zur Umstellung der Lehrerbildung auf Hochschulebene nach dem Kriege fortführten
Die Schule indes hatte weiter Bestand und erhielt im Herbst 1965 die Bezeichnung „Musisches Gymnasium“. Die folgenden Jahre waren geprägt von landesweiten Neuerungen und Reformen, die auch am St. Thomas Gymnasium bleibende Spuren hinterließen.
1972 wurde die siebenstufige Form des Musischen Gymnasiums durch die neunstufige ersetzt, einige Jahre später gab es zum ersten Mal zwei Eingangsklassen und im Jahre 1976 erschienen ganz schüchtern die ersten Knäblein in Schule und Tagesheim.
Im darauffolgenden Jahr wurde die Kollegstufe eingeführt und der Förderkreis gegründet. Das zahlenmäßige Wachstum der Schule stellte jedoch den Konvent der Dominikanerinnen vor immer größer werdende personelle und finanzielle Herausforderungen, die schließlich in die Entscheidung mündeten, ihre Schule der Obhut des Bistums Augsburg zu übertragen.
Dieser Schritt wurde 1981 vollzogen und seither fühlt sich das St. Thomas Gymnasium im Kokon des Schulwerks der Diözese Augsburg wohlgelitten und behütet.
Der Reformeifer der damaligen Zeit blieb jedoch zunächst ungebremst und fand 1985 seinen vorläufigen, allerdings zukunftsträchtigen Abschluss in der Angliederung des wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges, dem mittlerweile etwa 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler angehören.
Eine weitere Ära ging 1987 zu Ende, als die langjährige Direktorin M. Veneranda Vetter in den wohlverdienten Ruhestand trat und die Schulleitung zum ersten Mal in „weltliche“ Hände gelegt wurde. Nach der nun seit 1981 bestehenden Zugehörigkeit zum Schulwerk Augsburg gedenkt das St.-Thomas­-Gymnasium in Dankbarkeit jenen Ordensfrauen und Schulleiterinnen, die in Gestalt von M. Aquinata Dieminger und M. Veneranda Vetter nach dem Kriege den Grundstein für ein modernes Erziehungskonzept christlicher Prägung gelegt haben.